TuS Nohfelden e.V.

Ihr Slogan

Geschichte des Turnvereins Nohfelden  (Kurzform)
(heute: Abteilung TURNEN im TuS NOHFELDEN e.V.)

Die Gründungsversammlung für die Turnarbeit in Nohfelden wurde am 24. April 1895 auf "Veranlassung des damaligen Gerichtsvollziehers Schmeyer in den Saal Wommer (ehemaliges altes Rathaus, Standort der heutigen Zweigstelle der Kreissparkasse St. Wendel) einberufen. Der hierbei gewählte Vorstand setzte sich aus dem ersten Vorsitzenden Schmeyer und dem Schriftführer Rudolf Schneider zusammen. Am 4. Mai 1895 wurde in einer Mitgliederversammlung mit 22 stimmberechtigten Mitgliedern der Vorstand erweitert und umbesetzt: 1. Vorsitzender Julius Seibert, 2. Vorsitzender Schmeyer, 1. Turnwart Carl Krämer, 2. Turnwart Rudolf Schneider, Kassierer Jakob Loch, Schriftführer Rudolf  Schneider.

Der Verein erhielt den Namen "Turnverein Concordia Nohfelden". Die Statuten des Turnvereins Concordia zu Nohfelden mit insgesamt 26 Paragraphen  und der Turnordnung mit 9 Paragraphen traten bereits am 1. Juli 1895 in Kraft. Die Statuten wurden vom damaligen Bürgermeister Köhler am 6. Juli 1895 genehmigt.

Die Frauen und Jungfrauen übergaben am 23.7.1899 dem Turnverein die noch heute im Original erhaltene Vereinsfahne mit dem Aufdruck:

Ein freies Volk voll Einigkeit und Kraft, sei das Panier der deutschen Turnerschaft.“

Vereinsfahne

Wie in der Chronik festgehalten, wurde am Tag der Fahnenübergabe ein Volksturnfest durchgeführt.

Der Turnverein Concordia Nohfelden gehörte dem Nahe-Idartal-Gau an. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden alle Turn- und Volksfeste des Nahe-Idartal-Gaues von Nohfelder Turnern besucht.

Als Höhepunkt der turnerischen Aktivitäten ist die Beteiligung von 10 Turnern am Deutschen Turnfest in Frankfurt/Main im Jahre 1908 herauszustellen.
Auch der Besuch des Großherzogs Friedrich August 1914 stellte ein besonderes Ereignis dar.

Wie aus den Siegerlisten dieser Jahre zu entnehmen ist, haben die Turner des Turnvereins Nohfelden zahlreiche Siege errungen und besondere Verdienste erworben. Die Turner erhöhten dadurch auch den Bekanntheitsgrad der Gemeinde Nohfelden.

Am 24. September 1924 begann das Frauenturnen im Turnverein Concordia zu Nohfelden mit 10 Damen. Am 38. Gauturnfest des Nahe-Idartal-Gaues vom 4. bis 6. Juli 1925 nahmen die Frauen mit Erfolg teil. Frau Ella Schmitt erreichte mit 114 Punkten in der Unterstufe Frauen den 14. Sieg von 27 Teilnehmerinnen, in der Gruppe "Frauendreikampf" mit insgesamt 20 Teilnehmerinnen errang Frau Ida Großardt den 7. Sieg mit 32 Punkten.

Das erste öffentliche Auftreten hatte die Frauengruppe beim 7. Bezirksturnfest vom 29. bis 31. August 1925 in Nohfelden. Somit konnten wir im Jahr 1995 auf 70 Jahre Frauenturnen im Turnverein Nohfelden zurück blicken.

Am 6. Mai 1928 gründeten die Turner auch eine Handballmannschaft, die sich bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges ebenfalls  erfolgreich betätigte.

Von 1937 bis 1945 sind keine Aktivitäten zu verzeichnen. Die letzte Eintragung von Max Krämer in der Siegerchronik vor dem 2. Weltkrieg lautete:
"1937, 1938, 1939 konnten keine Turnfeste besucht werden, da fast sämtliche Mitglieder in den nationalsozialistischen Formationen waren."

Die letzte Jahresversammlung - vor dem Zusammenschluss mit dem Sportverein Nohfelden - fand am Samstag, den 25. März 1939 statt.

Nach dem Kriege, im September 1948, wurde das Vereinsturnen im Turnerbund Saar, Gau Blies, noch-mals aufgenommen, so ist es der Siegerchronik des Turnvereins Nohfelden zu entnehmen. Das 1. Gauturnfest in Ottweiler wurde am 14. August 1949 besucht.
Das darauf folgende Gauturnfest fand - wie das Bild unten zeigt - 1950 in Nohfelden statt.

 Gauturnfest 1950 in Nohfelden, Einmarsch mit Fahne


Im Jahre 1950 vereinigte sich der Turnverein „Concordia“ mit dem Sportverein Nohfelden, der 1928 gegründet wurde, zum jetzigen TuS Nohfelden e.V. mit den Abteilungen TURNEN und FUSSBALL.

Unter der Betreuung und dem Training von Jakob Kohl, Max Krämer und Hertha und Otto Schulz u. v. a. konnten die Turner und Turnerinnen des Turnvereins Nohfelden Leistungen erreichen, die sie auch bei internationalen Wettkämpfen zeigten. So erreichte Heiner Kohl das Wunschziel eines jeden Sportlers, an den Olympischen Spielen im Jahre 1952 in Helsinki teilnehmen zu können.

Für die Turner und Turnerinnen war es immer wieder ein besonderes Erlebnis, an  Deutschen Turnfesten in Hamburg, München, Essen, Berlin, Dortmund-Bochum, Hamburg mit dabei zu sein.

Der Turnverein wurde zu einem wichtigen Integrations- und Stabilisierungsfaktor im gemeindlichen Leben.

Auch heute bietet der Turnverein Nohfelden - die Abteilung TURNEN im TuS NOHFELDEN e.V. - ein reichhaltiges Angebot im Rahmen des Breitensports.